Sensorische, aktorische, pneumatische smarte Textilien

smart textiles medizin

Programm und Vortragsskripte "Smart Textiles als Booster der Textilbranche"

In welchen Branchen wird der Einsatz von Smart Textiles besonders aktiv betrieben? Was bedeutet das für die heimische Textilindustrie? Welche Entwicklungen gibt es für Anwendungen von intelligenten Textilien in der Medizin? Beim SmartTex-Symposium in Weimar gab es spannende Impulsvorträge und angeregte Diskussionen.

 

Symposium-Programm

10.00 Uhr

Begrüßung und Infos zur Netzwerkarbeit
Dagmar Büchner  Netzwerkmanagerin
Thomas Heinick Projektmanagement

Valentina Kerst - Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft

10.20 Uhr

Anwendung von thermodynamischen und strömungsmechanischen Modellen zur Simulation der Wechselwirkung zwischen Mensch-Kleidung-Umgebung

Prof. Dr. Nikolai Kornev - University of Rostock Faculty of Mechanical Engineering and Marine Technology Chair of Modelling and Simulation

Es wird eine Methodik zur Modellierung der fluid-thermodynamischen Wechselwirkung im System Mensch-Kleidung-Umgebung bei niedrigen Temperaturen und Wind präsentiert, mit denen eine große Vorhersagegenauigkeit erzielt werden kann. Das Potential der entwickelten Modelle wird anhand von intelligenter Schutzkleidung demonstriert.

pdfKornev-Thermodynamische-Modelle.pdf3.54 MB

10.40 Uhr Themenbezogene Diskussion
10.50 Uhr

Kaffeepause

11.10 Uhr

Aufheizbare Fasern für die Krebsbehandlung

Jeanette Ortega - Wissenschaftliche Mitarbeiterin Technische Fasern, Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University

Lokale Hyperthermie kann zur gezielten Zerstörung der Krebszellen führen. Zur Umsetzung dieser Therapieform ist ein induktiv aufheizbarer textiler Stent erforderlich. Das induktive Material besteht aus Polypropylen, welches inkorporierte Nanoferrite aufweist. Die thermischen Eigenschaften (Temperaturbereich und -genauigkeit) und mechanischen Eigenschaften (Biegefestigkeit und Zugfestigkeit) wurden analysiert.

Vortrag nicht zur Veröffentlichung freigegeben

11.30 Uhr  Themenbezogene Diskussion
11.40 Uhr

Industrie 4.0 - Potenzial für Smart Textiles

Dr. Jörg Weber - biophotonics diagnostics, Jena und osyso, Jena

Industrie 4.0 und Internet der Dinge revolutionieren unsere Arbeits- und Lebenswelt. Aber was bedeutet das abseits der Schlagworte? Welche Rolle bekommen Smart Textiles in diesem Kontext? Neben technischen Herausforderungen, die es zu lösen gilt, spielen auch das Umfeld sowie neue Denk- und Arbeitsweisen eine Rolle, damit man gut zu neuen Innovationen kommen kann. Nehmen Sie auch hierfür Inspirationen mit.

pdfWeber-Industrie4.0.pdf2.94 MB

12.00 Uhr Themenbezogene Diskussion
12.10 Uhr Mittagspause
13.00 Uhr

Herstellung von Soft Wearable Devices in Open Source Szenarien

Adriana Cabrera - Industriedesign, Medienkunst und Oberflächen-Design, 3D-Kompetenzzentrum  Niederrhein, Hochschule Rhein-Waal

Die Nachfrage nach angepassten Assistenzsystemen erfordert heute mehr personalisierte Systeme, in denen die Bionik und die digitale Fertigung auf die Herausforderungen des menschlichen Körpers reagieren können.  Das FabLab, ein partizipativer und interdisziplinärer Raum, ermöglicht die Erforschung innovativer Bereiche wie Soft Robotics, E-Textilien und additive Manufacturing, unter anderem für die Entwicklung neuer Konzepte in tragbaren Hilfsmitteln.

pdfCabrera-Soft-Wearables.pdf3.14 MB

13.20 Uhr Themenbezogene Diskussion
13.30 Uhr

Vorstellung des Smart-Textiles-Prüflabors des TITV

Kay Ullrich - Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V. (TITV Greiz)

Smart Textiles sind Hightech-Produkte. Herkömmliche Prüfmethoden werden den Anforderungen von Produzenten und Verbrauchern für diese Materialkombinationen nicht gerecht. Das TITV Greiz hat darum neue Prüfmethoden und Prüfgeräte entwickelt, mit denen u. a. Messungen zur elektrischen Leitfähigkeit an beanspruchten Prüflingen, Zuleitungen und Kontaktierungen durchgeführt werden können. Das Smart-Textiles-Prüflabor unterstützt Institute und Unternehmen dabei, die Verarbeitbarkeit neuer Materialien einzuschätzen, Lebensdauer und Ausfallerscheinungen der Produkte zu bewerten und vor allem die Sicherheit der Anwender zu garantieren.

pdfUllrich-Prueflabor-Smart-Textiles.pdf4.85 MB

13.50 Uhr

Themenbezogene Diskussion

14.00 Uhr

Erste Untersuchungen zur antimikrobiellen Wirkung von Glaspartikeln im Kontext mit Wundheilungsprozessen

Dr. Cornelia Wiegand - Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Jena

Bioaktives Glas hat nicht nur das Potenzial in Knochen und Zahnimplantaten eingesetzt zu werden. Abhängig von der Partikelgröße wurde in ersten Untersuchungen eine gute antibakterielle Wirksamkeit gegenüber Staphylococcus aureus festgestellt. Daher bietet sich die Einarbeitung solcher Glaspartikel in Wundauflagen an, um den Wundheilungsprozess zu unterstützen und Wundinfektionen zu vermeiden.

pdfWiegand-Glaspartikel-Wundheilung-oB.pdf1.4 MB

14.20 Uhr

Themenbezogene Diskussion

14.30 Uhr  Möglichkeit für Direktkontakte und Gespräche
14.50 Uhr  Ende der Veranstaltung

  • Vortrag-Adriana-Cabrera,-Hochschule-Rhein-Waal-02
  • Vortrag-Jeanette-Ortega,-RWTH-Aachen-01
  • Vortrag-Kay-Ullrich,TITV-Greiz-02
  • Vortrag-Jeanette-Ortega,-RWTH-Aachen-02