SmartTex-Innovationen: Standort stärken, Wertschöpfung sichern, Zukunft gestalten
Wir laden Sie herzlich zu unserem Smart-Textiles-Workshop am 19. Mai 2026 in Jena ein. Im Zentrum werden Innovation bei sensorischen Textilmaterialien stehen, die Herausforderungen bei der Herstellung und die Möglichkeiten zur Stärkung der regionalen Produktionskette.
Sensorische Textilmaterialien gewinnen in verschiedenen Anwendungsbereichen immer mehr Bedeutung. Die größte Herausforderung besteht darin, dass bei der Herstellung auch Produktionsprozesse und innovative Anwendungsszenarien berücksichtigt werden müssen. Nur durch die Berücksichtigung aller Prozesse in der Produktionskette sind positive Auswirkungen auf die Wirtschaft zu erwarten.
- Entwicklung und Einsatz sensorischer Textilmaterialien
- Technologische Prozesse gestalten
- Analyse von Möglichkeiten zur Verbesserung regionaler Wertschöpfung
- Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der regionalen Produktion
Wie können Smart-Textiles-Entwicklungen zu innovativen Produkten mit Mehrwert werden? Wie sind die Prozesse zu gestalten, damit Innovationen zur Sicherung des Wohlstandes unserer Gesellschaft beitragen?
Wir laden Sie ein, am 19. Mai 2026 von den Erfahrungen anderer Unternehmen und Institutionen zu profitieren, neue Lösungswege zu diskutieren und Ideen für Ihre Projekte zu sammeln.
In Kürze finden Sie hier das Programm mit allen Themen und Referierenden für den Workshop:
SmartTex-Innovationen: Standort stärken, Wertschöpfung sichern, Zukunft gestalten
Termin: 19. Mai 2026, Dienstag, 10:00 - 16:00 Uhr
Veranstaltungsort: Technologie- und Innovationspark Jena
Hans-Knöll-Straße 6
07745 Jena
Programm
Nach jedem Vortrag ist eine ca. 10-minütige themenbezogene Diskussion eingeplant.
| 10.00 Uhr |
Begrüßung und aktuelle Infos zur Netzwerkarbeit Dr. Daniela Zavec – SmartTex Netzwerk |
| 10:15 Uhr |
Dünne Schichten für coole Funktionen - Beispiel textiler Wärmeflusssensor Dr. Jonathan Plentz – Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) Der Vortrag zeigt die Erforschung und Kombination von Dünnschichten und Nanostrukturen, insbesondere solchen auf der Basis von Halbleitern, Metallen und transparenten leitfähigen Materialien für funktionale Bauelemente. Eine Vielzahl von Substraten kann funktionalisiert werden, von Glas, Wafern und Folien bis hin zu unkonventionellen Substratmaterialien wie Textilien, Holzoberflächen und Biomaterialien. Die Forschung stützt sich auf ein breites Spektrum physikalischer und nasschemischer Beschichtungs- und Abscheidungsverfahren. Diese Beschichtungen auf Textil ermöglichen optische, elektronische, photovoltaisch und thermoelektrische Funktionen, die zur Energiegewinnung, Sensorik oder Kühlung eingesetzt werden können. |
| 10:45 Uhr |
Kaffeepause |
| 11:00 Uhr |
Thema folgt Tobias Sebastian Zech – Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS |
| 11:30 Uhr |
MoGaSens – Entwicklung einer Fertigungstechnologie zur chemischen Modifizierung von Sensorfadenelektroden Dr. Andrea Preuß – Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e. V. (TITV e. V.) Im Projekt wird eine neue Technologie entwickelt, um textile Sensoren kostengünstig herzustellen, die die Qualität von Wasser und Flüssigkeiten analysieren können. Dafür werden leitfähige Garne speziell beschichtet und chemisch so verändert, dass sie auf bestimmte Stoffe wie Waschmittel, Salz oder Harnstoff reagieren. Die so entstehenden Textilien können kleinste Veränderungen messen und ermöglichen Anwendungen z. B. in der Umweltüberwachung oder Medizin. |
| 12:00 Uhr |
Mittagspause |
| 12:45 Uhr |
Smart Textile Product Development – Bridging Worlds Warum erfolgreiche Smart-Textile Produkte nur entstehen, wenn Textil-, Hardware-, Software- und Marktlogik zusammen gedacht werden. Jonas Peinze – Enterprise Tech Solutions AG Smart Textiles gehören zu den spannendsten Innovationsfeldern an der Schnittstelle von Textilindustrie, Elektronik und digitaler Technologie. Dennoch scheitern viele Projekte nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung. Der Grund: Smart-Textile Produkte entstehen an der Schnittstelle mehrerer Industriewelten mit völlig unterschiedlichen Entwicklungslogiken. In diesem Vortrag wird gezeigt, warum erfolgreiche Smart-Textile Produkte nur entstehen, wenn Textile Engineering, Hardware, Software und Marktanforderungen von Anfang an gemeinsam gedacht werden. Anhand praktischer Beispiele wird erläutert, welche Herausforderungen in der Integration dieser Welten liegen – und warum das Textil dabei nicht nur Träger der Technologie ist, sondern ein zentrales Systemelement der gesamten Produktarchitektur.
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| 13:15 Uhr |
Entwicklung eines hautfreundlichen textilintegrierten Indikatorsystems Dr. Lajos Szabó – Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK e. V.) Vorgestellt werden aktuelle Ergebnisse des IGF Vorhabens HeatTex. Im Fokus stehen temperatur- und feuchtesensitive Filamente, geeignete polymerbasierte Sensormaterialien und deren Integration in ein textilbasiertes Sensorseil. Gezeigt werden die Bewertung verschiedener Rezepturen, die Auswahl schmelzspinnfähiger PTC Materialien sowie die Entscheidung für eine cellulosebasierte Feuchtesensorik. Ergänzend werden erste hergestellte Sensorseile und ein Prüfstand zur Temperaturkalibrierung vorgestellt. Abschließend erfolgt eine Einordnung der bisherigen Ergebnisse im Hinblick auf messtechnische Charakterisierung und industrielle Anwendbarkeit. |
| 13:45 Uhr | Kaffeepause |
| 14:00 Uhr |
Contact-free 3D molten metal printing: a versatile technology for selective soldering and 3D interconnection on flexible and temperature sensitive textiles. Dr.-Ing Zhe Shu – Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. Die wachsende Nachfrage nach intelligenten Textilien und tragbarer Elektronik erfordert Metallisierungs- und Verbindungstechnologien, die hohe elektrische Leistungsfähigkeit mit mechanischer Flexibilität und Kompatibilität mit wärmeempfindlichen Substraten verbinden. Modernste Verfahren wie Tintenstrahldruck und Siebdruck stehen vor entscheidenden Herausforderungen hinsichtlich Leitfähigkeit, Herstellungskosten und Kompatibilität bei der Nachbearbeitung, während herkömmliche Lötverfahren mit Textil- und Polymersubstraten nicht kompatibel sind. Die StarJet-Technologie bietet eine einheitliche, nachbearbeitungsfreie Plattform sowohl für die Metallisierung als auch für die Komponentenintegration auf flexiblen und textilen Substraten und ist damit eine überzeugende Basistechnologie für die nächste Generation intelligenter Wearables und großflächiger flexibler Elektronik. |
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14:30 Uhr |
MRAssist: MRT-kompatible Roboterassistenz für den Einsatz in medizinischen Großgeräten Lars Bölecke, Lucas Hauser – ITP GmbH Im Projekt wird ein innovatives Roboterassistenzsystem für den Einsatz in der Magnetresonanztomographie entwickelt. Ziel ist es, medizinisches Personal bei minimal-invasiven Eingriffen zu unterstützen, ohne die empfindliche Bildgebung zu beeinträchtigen. Im Fokus steht ein Roboterarm mit variabler Steifigkeit, der vollständig MR-kompatibel konzipiert ist. Eine Gestensteuerung ist vorgesehen, um eine intuitive Bedienung durch den Operateur zu ermöglichen, während eine KI-basierte Objekterkennung die Auswahl geeigneter Instrumente unterstützen soll. |
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15:00 Uhr |
Zeit für Gespräche und Networking |
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Ganztägig |
Ausstellung Parallel zum Workshop werden Unternehmen und Institute ausgewählte Projekte in einer Ausstellung präsentieren. Dafür steht jeweils ein Tisch nach Anmeldung zur Verfügung. Geben Sie Ihr Interesse an dieser kostenlosen Option bitte im Anmeldeformular an! |
Der Workshop und die Ausstellungsmöglichkeit sind kostenlos.
Wann: 19. Mai 2026,
Dienstag, 10:00 - 16:00 Uhr
Wo: Technologie- und Innovationspark Jena
Hans-Knöll-Straße 6
07745 Jena
Anreise: Die Parkmöglichkeiten am Technologie- und Innovationspark Jena sind sehr begrenzt. Falls Sie nicht mit dem ÖPNV anreisen, empfehlen wir Ihnen das Parkhaus COLUMBUS-CENTER, das ca. 10 Gehminuten vom Konferenzort entfernt ist. Oder schauen Sie hier nach Alternativen: Anfahrt mit Google-Maps berechnen

